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Stiftung Alexander Graham Bell

6432 Rickenbach

 

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Unterstützen Sie

die Gehörlosenzentrale!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Die Internet-Telefonvermittlung der Gehörlosenzentrale wird getragen von der Stiftung Alexander Graham Bell und ist dank freiwilligen Spenden für unsere Benützer gratis. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an alle SpenderInnen und Gönner, die mit grosszügigen Unterstützungsbeiträgen diesen wichtigen Dienst für Gehörlose ermöglichen:

 

Denk an mich
Georg und Bertha Schwyzer-Winiker-Stiftung
ERNST GÖHNER STIFTUNG
KIBAG Management und Logistik
Lotteriefonds Appenzell Ausserrhoden
Lotteriefonds Kanton Solothurn
Loterie Romande

STAB - Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur

Transparenz für Spender*innen 

 

Spenderinnen und Spender möchten sicher sein, dass mit Ihrer Spende umsichtig und sparsam umgegangen wird. Es ist daher sicher berechtigt, wenn SpenderInnen an ein Hilfswerk entsprechende Fragen stellen. Aufgrund unserer Erfahrung haben wir nachstehend jene Fragen beantwortet, die häufig gestellt werden. Selbstverständlich stehen wir Ihnen jedoch gerne auch für eine persönliche und individuelle Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Wenden Sie sich in diesem Falle bitte an unser Sekretariat.

 

Antworten auf häufige Fragen von SpenderInnen

Wer ist die Stiftung Alexander Graham Bell?


Unsere Stiftung steht seit über drei Jahrzehnten im Dienst von den Gehörlosen und ist benannt nach dem Erfinder des Telefons, der von 1868 bis 1877 auch als Gehörlosenlehrer tätig war, bevor er 1876 das Telefon erfand und erfolgreich einführte.

Mit viel Idealismus und bescheidenen Mitteln begannen wir 1988 damit, via Schreibtelefon simultan Telefongespräche zwischen Gehörlosen und Hörenden zu vermitteln. Seither haben wir in unserer Zentrale Hunderttausende von dringenden Anrufen vermittelt. Diese Brückenschläge haben das Leben der Gehörlosen bedeutend erleichtert und - als Hilfe zur Selbsthilfe - einen wichtigen Beitrag zur Integration geleistet.




Was macht die Stiftung Alexander Graham Bell?


Unsere Stiftung hilft unseren gehörlosen Mitmenschen in der Schweiz. Rund 10'000 Schweizer und Schweizerinnen sind Gehörlos und über eine halbe Million sind Hörbehindert. Wir bieten Hilfe bei Vermittlungen von Gesprächen z.B. bei Vereinbarungen von Terminen mit Ärzten oder Behörden. Zudem helfen wir auch mittels Schreibhilfediensten, da gehörlose Menschen (die primär in Gebärdensprache als ihre Muttersprache kommunizieren) oft Probleme oder Unsicherheiten mit der geschriebenen deutschen Sprache haben.




Warum gibt es die Stiftung Alexander Graham Bell?


Dank uns können Gehörlose leichter den Anschluss an die "hörende Welt" finden. Durch uns fühlen sich Gehörlose sicherer im Umgang mit z.B. amtlichen Personen oder Ärzten.
Unsere Ziele sind:

  • konkret und direkt Hilfe zu leisten
  • eine kleine und unkomplizierte Organisation zu sein, die auf sympathische Art Menschen mit einem Handicap bei der Verständigung helfen
  • einzig und uneigennützig dem Auftrag von Gehörlosen verpflichtet zu sein
  • die Selbstbestimmung der Gehörlosen zu achten
  • politisch und konfessionell unabhängig zu sein




Welches sind die Dienstleistungen der Stiftung Alexander Graham Bell?


Primär ermöglichen wir mit einem Telefonvermittlungsdienst via Computer oder auch per Handy und Ipad Applikation den Gehörlosen den telefonischen Zugang zur "hörenden Welt". Weiter bieten wir Texthilfedienste für Gehörlose an.




Wann sind wir erreichbar für Gehörlose?


Bis Ende 90er Jahre waren wir durchgehend von 06.00 bis 22.00 an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Durch das Aufkommen von SMS und E-Mail, aber auch aufgrund von Budgetnotwendigkeiten, haben wir unser Angebot angepasst an die allgemeinen Bürozeiten, während denen der Bedarf für Anrufe klar am höchsten und besonders dringend ist.




Was bedeutet Gehörlosigkeit?


Gehörlose sind taub, aber nicht "taubstumm" (der Begriff ist verpönt!). Gehörlose können in der Regel sprechen und oftmals von den Lippen ablesen (Daher bitte Schriftdeutsch sprechen und deutlich artikulieren). Gehörlose sprechen manchmal schwer verständlich, denn sie artikulieren, ohne ihre eigene Stimme zu hören oder kontrollieren zu können.
Es fehlt ein "unsichtbares" Sinnesorgan. Gehörlose haben eine Kommunikationsbehinderung. Dadurch können z.B. keine akustische Warnung vor Gefahren oder Lautsprecherdurchsagen wahrgenommen werden.

Vollständig Gehörlose hören auch keine Musik oder Vogelgezwitscher, kein Schlagen des Fensterladens beim Sturm, kein Babygeschrei oder Hundegebell, kein Runterfallen einer Gabel vom Küchentisch, kein Läuten der Türglocke, kein Autohupen, kein Radio, keinen Ton beim Fernsehen, usw.

Es wäre hilfreich, wenn Hörende sich gedanklich in diese Lage versetzen würden...




Wie hilft die Stiftung Alexander Graham Bell?


Dank unserer Telefonzentrale können Gehörlose auch in dringenden Fällen und zur Pflege der wichtigen sozialen Kontakte hörende Ansprechpartner telefonisch erreichen. Bisher haben wir mehrere hunderttausend Gespräche auf verschiedensten Kommunikations-Kanälen vermittelt und so konkrete Alltagshilfe geleistet. Ebenso kann dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Gehörlosen abzubauen.
Viele Gehörlose leiden darunter, dass sie wegen ihrer manchmal rauen Artikulation und unkontrollierten Stimme von Hörenden mit Vorurteilen begegnet werden, gemieden werden, vielleicht sogar als geistesschwach betrachtet werden.
Mit der Unterstützung unserer Stiftung helfen Sie indirekt auch dabei, diese Vorurteile abzubauen. Denn mit jeder Telefonvermittlung erfährt ein hörender Gesprächspartner etwas über die "Welt der Gehörlosen" und kann künftig toleranter und offener in der Begegnung auf Hörgeschädigte reagieren.
Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe an, wir wollen den Gehörlosen einen Weg aus ihrer Isolation bieten: Verstehen und verstanden werden!




Wie arbeitet die Stiftung Alexander Graham Bell?


Wir versuchen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten immer da zu sein, wenn ein Gehörloser Hilfe braucht. Unsere Telefon-Zentrale ist gegenwärtig Werktags während sechs Stunden besetzt, via E-Mail sind wir permanent erreichbar.




Wie funktionierte früher der Vermittlungsdienst mit dem Schreibtelefon?


Gehörlose erhielten von der IV ein Schreibtelefon. Das war ein Zusatzgerät zum Telefon, mit Bildschirm und Tastatur. Aber Schreibtelefonieren konnte man nur mit jemandem, der auch so ein Gerät besass. Und darum entstand damals der Vermittlungsdienst. So konnte z.B. eine gehörlose Mutter, wenn ihr Kind krank war und einen Termin beim Kinderarzt brauchte, auf unsere Hilfe zählen. Sie läutete einfach mit ihrem Schreibtelefon bei uns in der Zentrale an, und wir telefonierten auf einer zweiten Leitung direkt mit dem Kinderarzt und machten für die Mutter und ihr Kind den nötigen Termin ab. So ermöglichten wir damals - wie auch heute noch - einen direkten telefonischen Dialog zwischen Hörenden und Gehörlosen. Wir übersetzen wichtige und dringende Telefon-Gespräche, die in Notfällen möglicherweise sogar Leben retten können.




Wie funktioniert der Online-Vermittlungsdienst mit dem Computer, Handy oder Tablet?


Die Verbindung des Gehörlosen zur Telefonzentrale der Vermittlung läuft via eine datengeschützte Internetverbindung und führt in einen eigens eingerichteten Chatraum, in dem unsere Telefondolmetscherinnen den Anruf für den Gehörlosen simultan vermitteln.




Was bezahlen Gehörlose für unsere Dienstleistung?


Die Benutzung unserer Dienstleistung ist für Gehörlosegrundsätzlich gratis. Die Benützer der Vermittlung bezahlen auf freiwilliger Basis Beiträge. Eine direkte Kostenumwälzung wäre asozial, da das Telefonieren mittels unserer Zentrale 5 - 7 x länger als Sprechtelefonieren dauert. Zudem leben Gehörlose auch häufig in schwierigen finanziellen Situationen, die Arbeitslosigkeit ist rund 3 x höher als bei Hörenden.




Aber heute gibt es doch auch E-Mail oder Textnachrichten… genügt das nicht?


Sicher ist dies auch hilfreich für einige Gehörlose in der Kommunikation. Es ersetzt jedoch keineswegs den Vermittlungsdienst. Einerseits sind einzelne Gehörlose (auch altersmässig) überfordert, sich mit der komplexen Smartphone Bedienung anzufreunden und ein teures iPhone anzuschaffen. Anderseits sind viele Telefoninhalte sehr dialogorientiert und bedingten dutzende SMS-Nachrichten, E-Mails oder Faxe hin und her. So lassen sich z.B. die Symptome einer Krankheit bei einem telefonischen Anruf an den Arzt wesentlich klarer und rascher mittels direkter Rückfrage klären, sowie die Dringlichkeit eines Termins oder Notfalles beurteilen.




Bekommt die Stiftung Subventionen?


Konkret hatten wir schon mehrmals Unterstützung von Kantonalen Lotteriefonds. Aber grundsätzlich sind wir ein Hilfswerk, das ausschliesslich auf freiwilliger Basis finanziert ist und somit auf Spendengelder angewiesen ist.




Wieviel von meiner Spende wird für Ihre Administration gebraucht?


Das Sekretariat/Geschäftsführung beansprucht ein 20% Pensum und es werden nur rund 10% der Spendengelder für den Verwaltungsaufwand benötigt. Die Stiftungsräte arbeiten bei uns ehrenamtlich.




Warum ist die Stiftung Graham Bell nicht bei der ZEWO?


Wir unterstehen wie jede Stiftung einer Stiftungsaufsicht, konkret der Zentralschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht, Luzern, die uns jährlich prüft. Zudem wird unsere Jahresrechnung von der Revisionsstelle AUDIT Zug AG ebenfalls jährlich gründlich geprüft. Insgesamt sehen wir als sehr kleines und transparentes Hilfswerk keinen bedeutenden Vorteil darin, bei der ZEWO Mitglied zu sein und dort für uns sehr erhebliche Anteile der Spendengelder einzig für diese Mitgliedschaft auszugeben.




Können Spenden von den Steuern abgezogen werden?


Ja. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und von den Steuern befreit. (Ob und wie viele gemeinnützige Zuwendungen von den Steuern abgezogen werden können, ist kantonal geregelt und hängt somit vom Wohnsitz des Steuerpflichtigen ab.)




Wie kann ich die Gehörlosenzentrale unterstützen?


Mit einer regelmässigen jährlichen Unterstützung in Höhe Ihres eigenen Ermessens können sie uns am besten helfen, die Kontinuität und den Ausbau der Gehörlosenzentrale sicherzustellen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!